Beschluss:

Der Kulturausschuss nahm die Ausführungen von Herrn Steves und Herrn Dr. Korte zur Kenntnis.


Protokoll:

Herr Steves führte in die Thematik ein. Die Umgestaltung auf dem Gelände des Kulturzentrums Dormagen-Zons gliedere sich in drei Teilbereiche: die Umgestaltung des Parks, des Vorplatzes und die Sanierung der Wehrmauer. Die Arbeiten wurden im Vorfeld sowie begleitend mit den verschiedenen Ämtern des Landschaftsverbandes Rheinland (Denkmal, Umwelt etc.) sowie den zuständigen Ämtern bei der Stadt Dormagen und dem Rhein-Kreis Neuss abgestimmt.

Die Mauersanierung sei abgeschlossen und die Arbeiten am Vorplatz, die vor allem dem Zugänglichmachen des Museums für Menschen mit Behinderungen dienen, schreiten voran.

Das Dach des Juddeturms fehle noch und an dem ehemaligen Spritzenhaus seien  ebenfalls noch Arbeiten erforderlich. Die Arbeiten im Park seien hingegen abgeschlossen; der Garten der Wehrhaftigkeit und das Belvedere würden noch angelegt.

Herr Steves wies darauf hin, dass man im Laufe der Bauarbeiten auf zwei Bodendenkmäler gestoßen sei: zum einen auf einen Keller aus dem 17. Jahrhundert und zum anderen auf eine Ruine aus dem 15. – 16. Jahrhundert. Die Denkmäler wurden gesichert.

Die Maßnahmen umfassen Gesamtkosten von insgesamt 1,3 Mio. Euro. 1,2 Mio. Euro sind beauftragt und 0,7 Mio. Euro bereits verausgabt. Die Maßnahmen befinden sich nach Aussage von Herrn Steves innerhalb des ermittelten Kostenrahmens.

Im Anschluss folgte eine Ortsbegehung mit Herrn Dr. Korte, der die Maßnahmen der landschaftsarchitektonischen Umgestaltung auf dem Gelände im Einzelnen vorstellte.

Die Burg Friedestrom sei in eine Außenanlage eingebettet, die ursprünglich den Wehrcharakter des Gebäudes unterstützte. Diese Funktionen und Zusammenhänge waren aufgrund einer im Laufe der Zeit entstandenen wilden Bewachsung kaum noch erkennbar. Von daher wurde eine Neugestaltung der Grünanlage vorgenommen und gleichzeitig ein neuer musealer Erlebnisraum geschaffen.

Im Archivhof seien zwei Paulownien (Blauglockenbäume) bereits gepflanzt. Der Durchgang vom Archivhof zum Park werde noch mit einer Rampe versehen. Die Arbeiten im Park seien soweit abgeschlossen. Der Grabenverlauf auf dem Gelände wurde wieder sichtbar gemacht.

Herr Dr. Korte veranschaulichte, dass auf dem gesamten Gelände ein Beleuchtungskonzept sowie zwei Bereiche auf der Wiese für Open Air Veranstaltungen vorgesehen seien, die auch mit einer Stromversorgung, insbesondere Starkstrom, ausgestattet wurden. Die Nachfrage, ob Skulpturen im Park vorgesehen seien, verneinte Herr Dr. Korte.

Der Ausblick auf das ehemalige Rheinbett am Museumsgebäude sowie der Vorplatz befänden sich derzeit im Bau. Der Vorplatz solle dabei nicht nur barrierefrei hergerichtet, sondern gestalterisch so einbezogen werden, dass im Übergang zwischen dem Museumsgebäude und der Stadt ein Bereich geschaffen werde, der zum Verweilen einlade.

Im Rahmen der Begehung wurde der Wunsch geäußert, auf dem Gelände der Burg Friedestrom eine Informationstafel über die in den 1980er Jahren im Rahmen von archäologischen Untersuchungen gefundenen Kirchenbauten auf dem Gelände aufzustellen.

Vorsitzender Rehse begrüßte den Vorschlag und dankte Herrn Steves und Herrn Dr. Korte für die umfangreichen Informationen zu den Arbeiten auf dem Gelände der Burg Friedestrom.