Beschluss: einstimmig beschlossen

Beschluss:

Der Sportausschuss fasst daraufhin einstimmig folgenden Beschluss:

Der Sportausschuss begrüßt die Planungen zum Bau eines Wildwasserparks in Dormagen. Zusammen mit der Stadt Dormagen soll eine erste Grobplanung (Vorentwicklungsstudie) und weitere Fachgutachten (Wasser, Lärm, Verkehr, Boden etc.) in Auftrag gegeben werden. Der Sportausschuss ist über die Ergebnisse zu informieren.


Protokoll:

Herr Welter verweist auf die Sitzungsvorlage und begrüßt Thomas Reineck, den Präsidenten des Kanuverbandes NRW, sowie Randolf Wojdowski, den Geschäftsführer des Verbandes. Herr Reineck stellt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Rahmen eines Power-Point Vortrages vor (s. Anlage 1).

Herr Welter bittet darum, die Machbarkeitsstudie der Politik zur Verfügung zu stellen. Herr Brügge sagt zu, dass diese zusammen mit der Niederschrift in Session eingestellt und je eine gedruckte Fassung den Fraktionen übersandt wird.

Herr Markert lobt die gute Präsentation. Bei zukünftigem Wegfall der Sümpfungswassereinleitungen müssen Perspektiven für unsere Sportler geschaffen werden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen trägt daher gerne das vorgestellte Projekt mit. Wichtig ist jedoch, dass die Vorgaben der Nachhaltigkeit und einer effektiven Energiewirtschaft bei der Maßnahme berücksichtigt werden. Herr Reineck weist darauf hin, dass sich die Anlage für die Nutzung von erneuerbaren Energien und für eine Energierückgewinnung anbieten würde. Des Weiteren würde das Produzieren von sauerstoffreichem Wasser dem Wasserhaushalt des Sees zu Gute kommen.

Herr Welter bittet darum, auch die Auswirkungen auf den Wasserspiegel des Sees und dessen übrigen Nutzer zu beachten.

Herr Buchartz fragt nach den Chancen auf Anerkennung als Bundesstützpunkt und ob seitens des Bundes Fördermittel realistisch sind. Die Herren Reineck und Wojdowski erwidern, dass die Anerkennung eines weiteren Bundesstützpunktes durchaus möglich ist, insbesondere wenn zukünftig die NRW-Bundeskader nicht mehr in Augsburg trainieren werden, sondern in Dormagen. Bundesmittel sind nicht zu erwarten, da es sich (noch) nicht um einen Bundesstützpunkt handelt. Herr Strauch fragt nach, woher die große Diskrepanz bei den Investitionskosten kommt und ob schon mit möglichen Trägern gesprochen worden ist. Herr Brügge erwidert, dass dies am sehr frühen Verfahrensstand liegt und dass die Grobschätzungen verschiedener Institutionen bzw. Firmen eingeflossen sind. Gespräche mit potentiellen Trägern haben noch nicht stattgefunden. Dies liegt zum einen ebenfalls am frühen Verfahrensstand, er habe aber auch die Einschätzung, dass bei einer 60% Leistungssportnutzung ein privater Träger kaum zu finden ist.

Herr Rehse bestätigt, dass die Anlage ein Highlight in der Region wäre. Es ist aber wichtig, die übrigen Städte im Kreis von dem Projekt zu überzeugen. Ihn stört, dass in der Sitzungsvorlage keine konkreten Planungskosten benannt werden – im Gegensatz zur Stadt Dormagen, die in ihrem Sportausschuss der Politik die Bereitstellung von 50.000 € empfiehlt. Herr Brügge erklärt, dass dies in der unterschiedlichen Haushaltslage begründet ist. Wegen der Verabschiedung des städtischen Haushaltes im Dezember 2018 stehen dort keine Planungsmittel zur Verfügung – im Gegensatz zum Kreishaushalt. Dort stehen 200.000 € für Planungskosten für besondere Sportstätten bereit, soweit sich die Standortkommune an den Kosten beteiligt. Auf Grund dieser Beschlusslage ist sichergestellt, dass der Rhein-Kreis Neuss Planungsmittel in gleicher Höhe wie die Stadt Dormagen zur Verfügung stellt.