TOP Ö 7: Fachkräftebedarf in der Altenpflege

Protokoll:

Allgemeiner Vertreter Steinmetz verwies bezüglich dieses Tagesordnungspunktes auf die Anfrage der Fraktion UWG- Die Aktive zur Organisation der Heimaufsicht Rhein-Kreis Neuss vor dem Hintergrund der Medienberichterstattung zu Vorfällen in Senioreneinrichtungen in Meerbusch.
Die Anfrage sowie die dazugehörige Tischvorlage sind der Niederschrift als Anlage beigefügt.

 

Der ebenfalls mit diesen Vorfällen verknüpfte, hier aufgerufene Tagesordnungspunkt  „Fachkräftebedarf in der Altenpflege“ biete eine große Herausforderung für die Zukunft. Dies insbesondere angesichts der bekannten Neubauvorhaben im Bereich der Stationären Altenhilfe. Bei einer steigenden Anzahl von Pflegeplätzen sei in den letzten Jahren die Quote an qualifizierten Kräften zurück gegangen. Man sei froh, dass die nach dem Wohn- und Teilhabegesetz vorgeschriebene Quote von 50 % Fachpersonal erreicht werde. Im vergangenen Jahr seien 60 routinemäßige oder anlassbezogene Prüfungen der Heimaufsicht erfolgt.
Im Rahmen dieser Prüfungen, die stets unangemeldet erfolgten, sei auch die Prüfung der Einrichtungen in Meerbusch vorgenommen worden.

 

Auf Nachfrage von Kreistagsmitglied Carsten Thiel verwies Ausschussvorsitzender Dr. Klose auf die Möglichkeit Bewertungen von Pflegeheimen öffentlich einzusehen.
Dies wurde von Kreistagmitglied Kallen ergänzt um den Hinweis, dass die Einrichtungen verpflichtet seien, die Ergebnisse der MDK Prüfung öffentlich auszuhängen. Zudem seien diese im Internet veröffentlicht.
(Anmerkung: Ergebnisse der MDK Prüfung sind im Internet unter http://www.pflegelotse.de/(S(lzipn0uvy4b0qz5513y1fpv1))/presentation/pl_suche.aspx

einsehbar)

 

Kreistagsmitglied Engels ergänzte, dass die durchschnittliche Bewertung des MDK bei Einrichtungen im Rhein- Kreis Neuss  bei 1,7 läge. Viele seien mit einer glatten 1,0 bewertet.

Allgemeiner Vertreter Steinmetz bestätigte, dass es bei den 60 Prüfungen der Heimaufsicht im vergangen Jahr, sowie bei den Prüfungen in den Vorjahren bislang kaum Beanstandungen gab.  Dies sei letztlich auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen Heimaufsicht und den Einrichtungen zurück zu führen. An dieser Stelle bedanke er sich insbesondere bei Herrn Mertens  für sein Engagement.

 

Beratendes Ausschussmitglied Gellrich wies darauf hin, dass große Konzerne solche Einrichtungen nach anderen Kriterien betreiben würden als beispielsweise konfessionelle Einrichtungen.

Kreistagsmitglied Reising beanstandete in Hinblick auf die Qualitätssicherung die vielen neu entstandenen Qualifizierungen von Mitarbeitern, durch welche jedoch nicht der Standard von examinierten Kräften erreicht werde.