TOP Ö 4: Ambulante Versorgung alter, kranker und/oder behinderter Menschen im Rhein-Kreis Neuss

Protokoll:

Kreistagsmitglied Servos nahm Bezug auf den Antrag ihrer Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen und bedankte sich bei der Verwaltung für die ausführliche Beantwortung. Mit der Vorlage der Verwaltung werde jedoch der Kern des Antrages der SPD noch nicht getroffen. Ziel des Antrages sei es, zu einer besseren Vernetzung der nebeneinander existierenden Systeme hinzuwirken. Es sollten auch dann Aspekte wie bezahlbarer Wohnraum oder Infrastruktur im Quartier beleuchtet werden, wenn es keine unmittelbare Zuständigkeit des Kreises gebe, da es Ziel sein könne mit den zuständigen Stellen und Akteuren Konzepte zu entwickeln.

 

Allgemeiner Vertreter Steinmetz erklärte, dass die Antwort der Verwaltung bewusst auf einer rein quantitativen Basis erfolgt sei. Die qualitativen Aspekte könnten als bekannt vorausgesetzt werden. Mit der nun vorliegenden Antwort der Verwaltung könnten die verschiedenen Akteure und Zielgruppen nochmals über das vorhandene Angebot informiert werden. Der von Frau Servos angesprochene Austausch mit den Akteuren sei ohnehin eine stetige Aufgabe der Verwaltung. Als aktuelles Beispiel nannte Allgemeiner Vertreter Steinmetz die Thematisierung der Schuldnerberatung mit den Sozialdezernenten der kreisangehörigen Kommunen.

 

Ausschussmitglied Gellrich regte an, die Thematik in der Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter weiter zu vertiefen. Dort könne eine Arbeitsgruppe gebildet werden.

 

Kreistagsmitglied Meis schlug vor, auf die Beratungshotline des Kreises nochmals in den Medien hinzuweisen, um deren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Das Ziel müsse sein, die Informationen über die vorhandenen Angebote besser zu den interessierten Menschen zu bringen.

 

Kreistagsmitglied Bartsch stimmte diesem Vorschlag zu. Die Angebote im Rhein-Kreis Neuss seien gut entwickelt und sollten in ihrer Bekanntheit breiter gestreut werden.

 

Kreistagsmitglied Kresse gab die Anregung, die Belange der älteren Menschen mit denen der Menschen mit Behinderung zu verknüpfen. Für beide Zielgruppen müssten Barrieren abgebaut werden.

 

Auf Hinweis von Kreistagsmitglied Haag, dass seine Fraktion schon länger die Forderung stelle, dass eine Unter- und Überversorgung zu analysieren und ggf. abzubauen sei, erklärte Allgemeiner Vertreter Steinmetz, dass der Verwaltung Lücken im Beratungsnetz bitte genau benannt werden sollten. Hinsichtlich einer Nachfrage von Kreistagsmitglied Bartsch wies er auf die Überführung der Angebotsstrukturen des Konzeptes „Präventive Hausbesuche“ in die Angebote der „Dienstbar“ und die Betreuungsangebote des TZG hin.

 

Kreistagsmitglied Popien fragte nach, wie die Verzahnung der medizinischen Versorgung mit dem Kommunalbereich ausgestaltet sei. Dezernent Mankowsky führte hierzu aus, dass der medizinische Bereich eigene Strukturen, auch im Bereich von Beratung und Beschwerde, habe. Auf Nachfrage von Kreistagsmitglied Schmitz erläuterte Kreistagsmitglied Prof. Dr. Goder, dass es einen Sicherstellungsauftrag der Kassenärzte gebe und somit die ärztlich Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger gewährleistet sei.