TOP Ö 7: Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Solano in Kolumbien

Protokoll:

Herr Temburg referiert über die kommunale Klimapartnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und der Gemeinde Solano in Kolumbien. Diese Klimapartnerschaft werde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Ziel sei der Erfahrungsaustausch zu den Themen Klimaschutz, Klimaanpassung und Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsprogramms. Zunächst stellt Herr Temburg die Gemeinde Solano vor. Diese liege im Amazonasgebiet an der Grenze zu Brasilien und sei mit über 40.000 km2 zwar so groß wie Dänemark, zähle dabei allerdings nur ca. 20.000 Einwohner. In Solano befinde sich das größte Naturschutzgebiet von Kolumbien, eine biologische und geologische Vielfalt von globaler Bedeutung. Es gebe aber leider auch jede Menge Probleme wie unangepasste Landnutzung, Entwaldung und eine fehlende Infrastruktur. Herr Temburg stellt die Arbeitsbereiche der Klimapartnerschaft vor:

 

  • Netzferne Stromversorgung mit Photovoltaikanlagen
  • Umweltgerechte Abfallwirtschaft
  • Wiederaufforstung
  • Gewässerrenaturierung
  • Biologischer und fairer Kakaoanbau sowie die Vermarktung (Stichwort: Fairtrade)

 

Herr Temburg fasst zusammen, dass das Projekt sehr vielversprechend begonnen habe.

Es sei Vertrauen aufgebaut worden, man habe Partner gewonnen und erste Kommunikationsstrukturen geschaffen. Die Ausschreibung für die Zertifizierung „Kakao“ laufe und ein erster praktischer Schritt zur Verbesserung der Stromversorgung sei dadurch getan, dass die erste etwas größere Photovoltaikanlage bereits in Betrieb sei.

 

(Der Vortrag ist der Niederschrift als Anlage 3 beigefügt.)