Betreff
Musikschule Rhein-Kreis Neuss, "Hör`mal, was da klingt..."
Vorlage
40/1337/XVII/2022
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

Der Kulturausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Sachverhalt:

Die Musikschule Rhein-Kreis Neuss gibt mit vier Livebeiträgen und einem Film über die Kooperationsangebote einen Einblick in ihre Unterrichtsformate der Breiten- und Spitzenförderung.

 

Durch den Zusammenschluss der Städte Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich, Jüchen und der Gemeinde Rommerskirchen kann die Musikschule für jede Kommune ein vielfältiges Angebot vorhalten, das dem einer öffentlichen Musikschule in einer Großstadt in nichts nachsteht: die 73 examinierten Musikpädagoginnen und Musikpädagogen unterrichten wöchentlich ca. 5.800 Schülerinnen und Schüler auf 27 verschiedenen Instrumenten und Gesang. Es gibt kommunenübergreifend die Möglichkeit zum gemeinsamen Musizieren in über 20 Ensembles und vielfältige Kooperationen mit Partnern in der kommunalen Bildungslandschaft. Die Zielgruppe sind in erster Linie Kinder und Jugendliche bis zum Studium oder zur Berufsausbildung, aber auch junge Familien sowie Erwachsene jeden Alters.

 

Die Musikschule ermöglicht jedem Kind im Einzugsgebiet unabhängig seiner Herkunft und seiner Disposition inklusiv und integrativ einen Zugang zu musikalischer Bildung und beginnt damit bereits im Kita-Alter in Kooperation mit zehn Kindertagesstätten. Mit der SingPause und dem Landesförderprogramm „JeKits – Jedem Kind Instrumente Tanzen Singen“ werden derzeit 3.165 Kinder aus 24 Grundschulen erreicht und erhalten mindestens ein, in der Regel zwei Jahre elternbeitragsfreien Musikunterricht – erteilt im Team mit einer Lehrkraft der Musikschule und der Klassenleitung. In dieser Breitenförderung werden Talente entdeckt, die dann individuell im Gruppen- oder Einzelunterricht gefördert werden. Besonderer Wert wird außerdem gelegt auf die bestmögliche Förderung von engagierten jungen Menschen bis hin zur Vorbereitung auf Wettbewerbsteilnahmen und Aufnahmeprüfungen an Hochschulen.

 

Ganz neu sind die Angebote eines interkulturellen Chores, in dem Mütter und Kinder aus arabischsprachigen Ländern gemeinsam mit Müttern und Kindern aus Deutschland und anderen Ländern die Welt des arabischen Liedguts mit der charakteristischen Vierteltönigkeit kennenzulernen und im interkulturellen Musizieren zu erfassen, sowie ein Angebot für Mütter mit Kindern, die aus der Ukraine geflüchtet sind.

 

Die Musikschule erhält Förderungen vom Land NRW, neben der Pro-Kopf-Förderung Mittel für eine Funktionsstelle im Rahmen der Musikschuloffensive der Ministerin für Kultur und Wissenschaft sowie Mittel im Rahmen der Digitalisierungsoffensive.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Musikschule und die Lehrkräfte bereichern mit ihren Konzerten das kulturelle Leben im Rhein-Kreis Neuss – wie etwa bei Musikschulfesten, dem Familienfest auf dem Dycker Feld und bei Veranstaltungen der Kommunen.

 

In der Ausschusssitzung werden folgende Beiträge live zu hören sein:

 

Percussion-Ensemble

mit Carlo Pause, Simon Kames, Thomas Hußmann, Kai Hosman und Phil Meyer, Ltg. Leonard Gincberg

Leonard Gincberg (1957): Salamajukebe

 

Gitarren-Duo

Franca Stappen und Alex Kockmann (Klasse Ottmar Nagel und Peter Supplieth)

Christian Gottlieb Schneider (1752-1815): Rondo aus der Sonate D-Dur

 

Duo Klavier und Saxophon

Mia Schuld und Jakob Erschfeld (Klasse Harald Lochter und Dominik Oppel)

Jerome Savari (1819-1870): Fantaisie sur des motifs du Freischütz de Weber

 

Klavier solo

Simon Glaw (Klasse Stefan Jennissen)

Dave Grusin (1934): Memphis Stomp aus dem Film „The Firm“