Betreff
Übergang Schule - Beruf für junge Menschen mit Behinderungen

Modellprojekt STAR - Schule trifft Arbeitswelt
Vorlage
40/0504/XV/2010
Art
Beschlussvorlage

Beschlussempfehlung:

Der Schulausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

 

Sachverhalt:

STAR (Schule trifft Arbeitswelt) ist ein Projekt des nordrheinwestfälischen Arbeitsministeriums. Es wird vom Ministerium aus Mitteln des europäischen Sozialfonds (ESF) und darüber hinaus durch Ausgleichsabgabemittel der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe als Projektträger finanziert. In enger Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit soll erreicht werden, die Rahmenbedingungen für schwerbehinderte Jugendliche im Übergang Schule/Beruf zu optimieren und ihre Chancen für den Berufseinstieg zu erhöhen.

 

Das Projekt startet mit der individuellen Berufswegeplanung zunächst in vier Modellregionen: Mönchengladbach, Bonn, Siegen und Rhein-Kreis Neuss.

 

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf benötigen nachhaltige Unterstützung für den Berufseinstieg, vor allem dann, wenn der Weg nicht automatisch in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung sondern in eine ganz reguläre betriebliche Ausbildung und Beschäftigung führen soll. Das Projekt STAR setzt frühzeitig ein und begleitet beim Übergang von der Schule in den Beruf.

 

Zielgruppe des Projektes sind Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen der Landschaftsverbände mit den Schwerpunkten Körperliche und motorische Entwicklung,  Hören und Kommunikation, Sehen und Sprache sowie Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Hinzu kommen Schülerinnen und Schüler mit den o. g. Förderschwerpunkten, die in integrativen Lerngruppen an Regelschulen der Sekundarstufe I unterrichtet werden.

 

In der Praxis arbeiten Fall-Manager der von den Landschaftsverbänden getragenen Integrationsfachdienste in Schulen mit Jugendlichen, ihren Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern eng zusammen. Gleichzeitig werden Kontakte zu Betrieben geknüpft, um beispielsweise Partnerschaften zu Schulen herzustellen und zu pflegen. Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes ist der Auf- und Ausbau tragfähiger Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen sowie die Entwicklung verbindlicher Instrumente, um die Integration und Berufswegeplanung von behinderten Jugendlichen landesweit zu verbessern und Finanzierungs- und Kooperationsstrukturen auch außerhalb der ESF-Förderung zu entwickeln.

 

Die zuständige Projektleiterin des Integrationsfachdienstes (IFD) hat im April 2010 ihre Arbeit aufgenommen und erste Kontakte auch zu den Förderschulen für geistige Entwicklung des Rhein-Kreises Neuss aufgenommen. Das Projekt ist auf die Dauer von zwei Jahren ausgelegt und sieht vor, aus den genannten Förderschulen für geistige Entwicklung sowie den Schulen mit integrativen Lerngruppen ab der 8. Klasse 15 Schülerinnen und Schüler auszusuchen, die in ihrem Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt und entsprechend ihren Fähigkeiten in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Hierzu sollen Langzeitpraktika mit begleitendem Schulbesuch durchgeführt werden.

 

Die zuständige Projektleiterin, Frau Cornelia Fassbender, steht in der Sitzung für weitergehende Fragen und Erläuterungen zur Verfügung.