Betreff
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung/Europa Stand: Februar 2012
Vorlage
ZS5/1725/XV/2012
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

Der Kreisausschuss nimmt den Bericht zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung/Europabüro, Stand Januar 2012 zur Kenntnis.

 

Sachverhalt:

Arbeitsmarkt und Konjunktur

 

Ungeachtet der Konjunkturrisiken trotzt die regionale Wirtschaft den Risiken und meldet eine gute Geschäftslage – dies ist das Fazit des Konjunkturberichts der Industrie- und Handelskammern Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf. Der IHK-Konjunkturklimaindex liegt mit 120,1 Punkten noch deutlich im positiven Bereich (100 = neutral), wobei er gegenüber dem Spätsommer 2011 um 2,7 Punkte gesunken ist. Positiv stimmt auch, dass die Unternehmen weiter einstellen wollen. 24,2 % der Betriebe (gewichtet nach ihrer Beschäftigtenzahl) rechnen mit steigenden Beschäftigtenzahlen, während lediglich 11,5 mit einem Personalrückgang rechnen. Als zunehmende Problematik zeigt sich jedoch der Fachkräftemangel, den 38 Prozent der Betriebe beklagen, in der Industrie sogar 42 %.

 

Die Arbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss ist im Januar 2012 saisonal bedingt angestiegen, ist aber deutlich geringer als im Vorjahr. So waren im Januar 2012 im Rhein-Kreis Neuss 13.690 Menschen arbeitslos. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,1 %. Gegenüber Januar 2011, hier waren 15.139 Menschen arbeitslos (Arbeitslosenquote: 6,9 %), bedeutet dies einen Rückgang um 1.449 Arbeitslose (-9,6 %). Im Dezember 2011 waren lediglich 12.829 Personen arbeitslos (Arbeitslosenquote: 5,7 %).

 

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisonal bedingt, da zum Jahresende viele befristete Verträge auslaufen und das Bau- und Baunebengewerbe witterungsbedingt nur eingeschränkt arbeiten kann. Im Januar 2012 ist er dabei geringer ausgefallen, als erwartet.

 

Die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II hat sich vergleichbar entwickelt. Im Januar 2012 waren hier 9.325 Personen erfasst. Waren es im Dezember 2011 nur 8.984 Personen, so lag die Zahl im Januar 2011 bei 10.185 Menschen und damit um 8,4 % höher. Hier zeigt sich, dass auch die Langzeitarbeitslosen vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren.

 

Im Weiteren wird auf den anliegenden Arbeitsmarktreport verwiesen.