Betreff
Entwicklung der Schule am Chorbusch in Dormagen
Vorlage
40/0848/XVI/2015
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

Der Schulausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Sachverhalt:

Mit der Zielsetzung, Inklusion im schulischen Bereich umzusetzen, werden vor allem Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen zunehmend in allgemeinen Schulen unterrichtet. Dies hat zur Folge, dass die Schülerzahlen an den Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken sind.

 

Vor diesem Hintergrund wurde zum Schuljahr 2013/2014 die Raphaelschule in Meerbusch geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler dieser Schule erhielten die Möglichkeit, ihre Schullaufbahn an der Martinusschule in Kaarst fortzusetzen. Der Rhein-Kreis Neuss übernahm vom Schulverband Kaarst-Korschenbroich die Trägerschaft dieser Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen.

 

Im Schuljahr 2015/2016 wurde ein ähnlicher Schritt im südlichen Kreisgebiet vollzogen. Der Rhein-Kreis Neuss übernahm von der Stadt Dormagen die Trägerschaft der Schule am Chorbusch (Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache). Die Martin-Luther-King-Schule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen in Grevenbroich, wurde geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler dieser Schule erhielten die Möglichkeit, an die Schule am Chorbusch oder an eine Regelschule zu wechseln.

 

Ziel des Rhein-Kreises Neuss ist es, den Eltern der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf auch künftig ein Wahlrecht hinsichtlich des Förderortes zu ermöglichen und den Fortbestand eines bedarfsgerechten Förderschulangebotes für die Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Emotionale und soziale Entwicklung, Sprache und Lernen im Rhein-Kreis Neuss zu gewährleisten.

 

Vor diesem Hintergrund wurde mit der Übernahme der Schulträgerschaft die Schule am Chorbusch (wie 2013 die Martinusschule) um den Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung erweitert.

 

Nach Umsetzung der schulorganisatorischen Maßnahmen im Schuljahr 2014/2015 (Schulträgerwechsel, Schließung der Martin-Luther-King-Schule, Erweiterung der Schule am Chorbusch um den Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung) ist die Schülerzahl der Schule am Chorbusch von 120 auf 188 gestiegen. Rund 80 Schülerinnen und Schüler aus Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen, für die bisher die Martin-Luther-King-Schule die nächstgelegene Fördeschule mit dem Schwerpunkt Lernen gewesen wäre, besuchten zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 die Schule am Chorbusch. Die Organisation des Schülerspezialverkehrs aus Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen nach Dormagen hat sich bewährt.

 

Im laufenden Schuljahr 2015/2016 besuchen 191 Schülerinnen und Schüler die Schule am Chorbusch, davon 65 aus Grevenbroich, 2 aus Jüchen und 20 aus Rommerskirchen. Damit wird die nach der Mindestgrößenverordnung des Landes für Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen vorgeschriebene Mindestschülerzahl von 144 deutlich überschritten.

 

Vor dem Hintergrund der in Neuss zum Schuljahr 2015/2016 beschlossenen Zusammenlegung der Herbert-Karrenberg-Schule und der Schule am Wildpark am Standort der Herbert-Karrenberg-Schule hat der Rhein-Kreis Neuss mit der Stadt Neuss vereinbart, dass Schülerinnen und Schüler dieser beiden Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen auch an die Martinusschule in Kaarst (oder an die Schule am Chorbusch in Dormagen) wechseln können, wenn die Eltern dies wünschen und die Aufnahmekapazitäten der beiden Schulen des Kreises dies zulassen. Derzeit sind an der Martinusschule 17 Schülerinnen und Schüler aus Neuss angemeldet. Ein Schüler der Schule am Chorbusch wohnt in Neuss.