Betreff
Regionaler Orientierungs- und Handlungsrahmen des Region Köln/Bonn e.V.
Vorlage
40/0931/XVI/2015
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

Der Kulturausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

Sachverhalt:

Mit dem Regionalen Orientierungs- und Handlungsrahmen (ROHR) legte der Region Köln/Bonn e.V. einen strategischen Leitfaden vor, der die inhaltlichen Schwerpunkte und Ziele der regionalen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren beschreibt. Der ROHR bildet damit eine wesentliche mittelfristige Arbeitsgrundlage für den Region Köln/Bonn e.V. und seine Gremien. Er soll zukünftig fortgeschrieben werden.

 

Ausgehend von vorhandenen Strukturen und einer in über 20 Jahren gewachsenen regionalen Kooperationskultur beschreibt der ROHR künftige Herausforderungen, Schwerpunkte, Bedarfe und Ziele der strukturellen Entwicklung in der Region Köln/Bonn. Zudem sieht sich die Region aktuell und in naher Zukunft tiefgreifenden Herausforderungen und Strukturwandelthemen gegenüber, z.B. im Bereich der demografischen und räumlichen Entwicklung, der Energiewende, des Klimawandels oder in Bezug auf eine zukunftsfähige Infrastrukturentwicklung und Mobilität. Dabei ist es ein wesentliches Anliegen, die bisher entlang von Themenfeldern organisierte Zusammenarbeit künftig durch integrierte Strategien stärker aufeinander abzustimmen.

 

Der ROHR bildet einen Rahmen sowohl für die eigene Vereinsarbeit als auch für die Mitglieder des Vereins, die kreisangehörigen Kommunen sowie weitere regionale Organisationen. Durch die Darstellung von Stärken und Schwächen sowie die Ableitung und Benennung konkreter Ziele und Bedarfe wird ein Korridor der Vereinsarbeit definiert, der deutlich macht, welche Themenfelder im Hinblick auf die strukturelle Entwicklung der Region in den nächsten Jahren vordringlich auf der Agenda stehen und damit auch handlungsleitend für den Region Köln/Bonn e.V. und seine Gremien sein werden.

 

Die Geschäftsstelle des Region Köln/Bonn e.V. hat den ROHR in enger Abstimmung mit den Arbeitsgremien und Mitgliedern des Region Köln/Bonn e.V. sowie weiteren Kooperationen aus der Region erarbeitet und abgestimmt. Der Vereinsvorstand hat den ROHR am 15.06.2015 beschlossen. Dieser ist im Kreistagsinformationssystem hinterlegt und kann dort eingesehen und abgerufen werden.

 

Metropolregionen spielen für die europäische Raumentwicklung eine zunehmende Rolle. Die Städte und Kreise des Rheinlands haben sich seit 2011, maßgeblich unterstützt durch die von Köln und Düsseldorf gemeinsam veranstalteten RegioGipfel in 2011, 2013 und 2015 sowie die IHK-Initiative Rheinland auf den Weg zu einer intensiven regionalen Kooperation und zu einer gemeinschaftlichen Wahrnehmung bzw. Vertretung ihrer regionalen Interessen im nationalen und internationalen Maßstab begeben. Diese kooperative Zusammenarbeit im Rheinland ist von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung ganz Nordrhein-Westfalens.

 

Die Regierungspräsidentinnen von Köln und Düsseldorf koordinieren nun auf dieser Basis, in Abstimmung mit der Staatskanzlei NRW und unter Einbezug aller relevanten Akteure aus beiden Regierungsbezirken, den Prozess der inhaltlichen Formatierung der Metropolregion Rheinland. Zentrale inhaltliche Themen, die in Arbeitsgruppen bearbeitet werden, sind dabei „Verkehr/Infrastruktur/Logistik“, „Bildung“, „Kultur“ und „Standortmarketing“.

 

Kunst und Kultur liefern einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität, sind imagebildend und somit unverzichtbare Faktoren für die Standortattraktivität der Region. Ziele der Kulturarbeit sind, die Qualitäten und die Potentiale der Kulturregion „Rheinschiene“ sichtbar zu machen und zu nutzen, die wirksame Vernetzung der Kulturschaffenden und -verantwortlichen voranzutreiben und deren gemeinsames Bestreben – Erhalt und Ausbau der Kulturlandschaft – zu unterstützen. Unter dem Motto „Vernetzen. Koordinieren. Fördern“ wird der Region Köln/Bonn e.V. weiterhin die Koordinierungsfunktion im Rahmen des Kulturförderprogramms „Regionale Kulturpolitik NRW“ für die Kulturregion „Rheinschiene“ wahrnehmen. Mit zahlreichen Veranstaltungen wie Gremiensitzungen, Workshops und diversen Informationsangeboten werden Kommunikation und Kooperation zwischen den Kulturakteuren ermöglicht und intensiviert. Der Region Köln/Bonn e.V. stellt hierfür eine Plattform zur Verfügung. Hier bildet u. a. der 2014 begonnene Ausbau der Zusammenarbeit mit der Freien Szene – insbesondere auch im ländlichen Raum – einen Schwerpunkt. Auch soll der „Rheinische Kultursommer“ weiter fortgesetzt werden. Zudem wird die Zusammenarbeit mit den benachbarten Kulturregionen ausgebaut. Des Weiteren soll Kultur weiter in den Kontext mit anderen Aufgabenfeldern wie Stadtentwicklung, Tourismus, Wirtschaft, Sport, Denkmalschutz u. a. gestellt werden, um die kulturellen Möglichkeiten stärker als bisher auch in diese Bereiche hineinzutragen.