Betreff
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung (Stand: August 2017)
Vorlage
ZS5/2211/XVI/2017
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

Der Kreisausschuss nimmt den Bericht zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung (Stand: August 2017) zur Kenntnis.

 

Sachverhalt:

1) Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss ist im Juli 2017 saisonbedingt und analog zur bundes- und landesweiten Entwicklung leicht gestiegen und liegt bei 5,8 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ist dies ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Im Bundesdurchschnitt liegt die Arbeitslosigkeit bei 5,6 Prozent (Vormonat: 5,5 Prozent), landesweit bei 7,5 Prozent (Vormonat: 7,3 Prozent). Der saisonbedingte Anstieg im Juli liegt in der Sucharbeitslosigkeit nach dem Ende des Ausbildungsjahres begründet.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss um 0,1 Prozentpunkte gestiegen, während sie im Bund um 0,4 Prozentpunkte und im Land um 0,3 Prozentpunkte gesunken ist. Die vergleichsweise schlechtere Entwicklung betrifft dabei den Rechtskreis SGB II ebenso wie den Rechtskreis SGB III.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss beruht vor allem auf zwei Besonderheiten.

Zum einen ist die Zahl der Teilnehmenden in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen im Rhein-Kreis Neuss deutlich rückläufig. Insgesamt befanden sich im Juli 2017 im Rhein-Kreis Neuss 2.821 Menschen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Dies ist gegenüber dem Vorjahreswert ein Rückgang um 15,3 Prozent. Der Rückgang geht dabei auf den Rechtskreis SGB II zurück. Hier befinden sich mit 1.211 Personen 35,8 Prozent weniger in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Im Rechtskreis SGB III ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr zwar um 11,4 Prozent auf 1.610 gestiegen, allerdings um 314 Personen niedriger als noch im April 2017.

Im Bundesweiten Durchschnitt dagegen ist die Zahl der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent gestiegen. Im SGB II lag der Anstieg dabei bei 3,5 Prozent, während die Zahl im SGB III um 0,5 Prozent leicht gesunken ist.

Der Rückgang der Teilnehmer an Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen im Bereich SGB II im Rhein-Kreis Neuss ist dabei auf einen geringeren verfügbaren Etat im Eingliederungstitel zurückzuführen. Dies ist neben bereits im Vorjahr durch das Jobcenter eingegangene Bindungen für Maßnahmen und aufgrund von in 2018 fälligen Ausgaben im Verwaltungshaushalt des Vorjahres auch in einer strukturellen Unterfinanzierung der Verwaltungskosten-Budgets der Jobcenter durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales begründet. Kreisdirektor Dirk Brügge hat die zuständige Ministerin Andrea Nahles diesbezüglich bereits im März angeschrieben.

Zudem ist die Zahl der Personengruppe der Ausländer unter den Arbeitslosen im Rhein-Kreis Neuss im Vergleich zum Vorjahr um 16,8 Prozent (+ 537 Personen) gestiegen. Im Rechtskreis SGB II beträgt dieser Anstieg 9,5 Prozent (+274 Personen), im Rechtskreis SGB III 48,3 Prozent (+290 Personen). Bundesweit beträgt der Anstieg der Arbeitslosigkeit unter Ausländern lediglich 4 Prozent (+ 25.000 Personen).
Die Zahl der sich darunter befindlichen Arbeitslosen im Kontext Fluchtmigration ist im Rhein-Kreis Neuss in den vergangenen zwölf Monaten von 497 auf 722 Personen gestiegen und macht damit etwa 42 Prozent des Anstieges in der Personengruppe der Ausländer aus. Bundesweit ist die entsprechende Zahl um 44.000 auf 185.000 Arbeitslose im Kontext Fluchtmigration gestiegen und liegt damit deutlich über dem bundesweiten Gesamtanstieg der Gruppe der Ausländer unter den Arbeitslosen von 25.000 Personen.

Im regionalen Vergleich ist die Arbeitslosenquote im Rhein-Kreis Neuss die zweitniedrigste hinter dem Kreis Heinsberg.

Die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen ist im Rhein-Kreis Neuss im Vergleich zum Vorjahr (+ 387 Stellen) deutlich gestiegen.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat die Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit Mönchengladbach und des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss aufgefordert kurzfristig Maßnahmen zu entwickeln um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

 

Arbeitslosenquoten aus der Region
(Stand: Juli 2017)

Rhein-Kreis Neuss

5,8%

Duisburg

12,5%

Düsseldorf

7,4%

Essen

11,4%

Köln

8,6%

Krefeld

10,5%

Kreis Düren

7,2%

Kreis Heinsberg

5,7%

Kreis Kleve

6,3%

Kreis Mettmann

6,3%

Kreis Viersen

6,5%

Kreis Wesel

7,0%

Mönchengladbach

10,6%

Rhein-Erft-Kreis

6,8%

Städteregion Aachen

7,9%

NRW

7,5%

Bund

5,6%

Der Arbeitsmarkt im Rhein-Kreis Neuss im Detail

 

Rhein-Kreis Neuss

Bund

NRW

Arbeitslose

Juli 2017

13.890

2.517.645

709.323

Veränderung gegenüber Juli 2016

486

-143.397

-23.626

3,5%

-5,7%

-3,3%

Veränderung gegenüber Juni 2017

337

45.003

11.693

2,4%

1,8%

1,6%

Arbeitslosenquote

Juli 2017

5,8%

5,6%

7,5%

Juli 2016

5,7%

6,0%

7,8%

Juni 2017

5,7%

5,5%

7,3%

Arbeitslose im Rechtskreis SGB II

Juli 2017

8.793

1.675.311

506.598

Veränderung gegenüber Juli 2016

2

-180.472

-31.897

0,0%

-10,8%

-6,3%

Veränderung gegenüber Juni 2017

-32

-1.440

216

-0,4%

-0,1%

0,0%

Bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Arbeitsstellen

Juli 2017

3.229

750.346

160.379

Veränderung gegenüber Juli 2016

387

76.457

21.722

12,0%

10,2%

13,5%

Veränderung gegenüber Juni 2017

-2

19.544

4.589

-0,1%

2,6%

2,9%

 

Für weitere Details wird auf den beiliegenden Arbeitsmarktreport für den Rhein-Kreis Neuss verwiesen.

 

Unterdurchschnittlicher Anteil der Atypischen Beschäftigung im Rhein-Kreis Neuss

Der Anteil Atypischer Beschäftigung an allen Beschäftigungsverhältnissen liegt im Rhein-Kreis Neuss deutlich unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt. Dies geht aus einer Erhebung der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Demnach waren im Rhein-Kreis Neuss in 2016 insgesamt 36,8 % aller Beschäftigungsverhältnisse „atypisch“. Im bundesweiten Durchschnitt lag der Anteil der atypischen Beschäftigung bei 39,6 %, in NRW bei 40,7 %.

Die Datenbank der Hans-Böckler-Stiftung weist dabei Daten von 2003 bis 2016 aus.

Der Anteil atypischer Beschäftigung ist im Rhein-Kreis Neuss von 2003 von 28,6 % auf 30,6 % in 2004 und dann 31,4 Prozent in 2005 recht deutlich gestiegen ist. Dieser Anstieg ist vor allem mit dem 2003 eingeführten Mini-Job in Zusammenhang zu bringen.

Von 2005 bis 2011 ist der Anteil lediglich gering von 31,4 % auf 32,3 % gestiegen.

Von 2011 auf 2012 gab es einen sprunghaften Anstieg von 32,3 % auf 36,3 %. Dies ist darin begründet, dass Teilzeitbeschäftigungen durch die Bundesagentur für Arbeit ab dem Jahr 2012 genauer erfasst werden, wodurch die Daten ab 2012 nur begrenzt mit vorherigen Jahren vergleichbar sind.

Von 2012 bis 2016 ist der Anteil der atypischen Beschäftigung dann wiederum nur leicht von 36,6 % auf 36,8 % gestiegen. 

Bundes- und landesweit ist die Entwicklung vergleichbar. Im Bund ist der Anteil von 30,1 % im Jahr 2003 über 38,9 % in 2012 auf 39,6 % in 2016 gestiegen. Im Land Nordrhein-Westfalen von 31,2 % in 2003 über 40,2 % in 2012 auf 40,7 % in 2016.

Unter atypischer Beschäftigung werden alle Beschäftigungsverhältnisse verstanden, die eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:
- Befristung
- Teilzeitbeschäftigung
- Leiharbeitsverhältnis
- geringfügige Beschäftigung
Das Merkmal der Befristung wurde von der Hans-Böckler-Stiftung nicht berücksichtigt, da dies aus den verwendeten Daten der Bundesagentur für Arbeit nicht hervorgeht.

 

2) Fachkräftesicherung / Wirtschaft & Schule

zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss

 

a) Currenta-Sommerferienkurse: Schüler lernten die Beruf des Chemielaboranten und des Elektronikers kennen

Die beiden letzten zdi-Kurse des Schuljahres 2016/17 LaborLive und ElektroLive fanden in der ersten bzw. zweiten Sommerferienwoche vom 17. bis 21.07. bzw. 24. bis 28.07.2017 bei der Currenta GmbH & Co. OHG im CHEMPARK Dormagen statt. Insgesamt 23 Schüler/innen konnten in die Rolle eines Chemielaboranten bzw. eines Elektronikers schlüpfen und sich über technische Ausbildungsberufe informieren. Im Kurs LaborLive konnten die Teilnehmer/innen in die Rolle eines Laboranten schlüpfen und lernten die Grundlagen der Synthese kennen. Im Kurs ElektroLive wurden die Grundlagen der Installationstechnik, der Mess- und Regelungstechnik sowie der Sensorik und Aktorik vermittelt.

 

b) „Wissen, wie der Wind weht“ – Ein Ausblick in die Grundlagen der Windenergie

Am Freitag, 07.07.2017 erklärten Experten der windtest grevenbroich gmbh fünf Schüler/innen der Klassen 9 bis 11 praxisnah die wichtigsten Faktoren zur Gewinnung der Windenergie von den ersten Schritten der Standortbestimmung über die aufwändigen technisch anspruchsvollen Messungen des Windpotenzials bis hin zur Bestimmung des Jahresenergieertrages eines kompletten Windparks. Zur Verdeutlichung der Technik standen mehrere "Windkraftkoffer" der RWE-Initiative „3malE“ zur Verfügung. Weiterhin wurde die Funktionsweise eines Windgebers (Anemometer) untersucht, ein Windtestfeld besichtigt sowie der "Turmfuß" einer modernen Multi-Megawatt Windenergieanlage betreten. Der Kurs fand bereits zum zweiten Mal statt und richtete sich an Jugendliche, die sich für eine Ausbildung zum/r Mechatroniker/in oder Elektroniker/in bzw. für ein Studium der Energietechnik oder der Geographie interessieren.

 

c) zdi-Netzwerk mit neuen Herbstkursen

Im 1. Schulhalbjahr 2017/18 bietet das zdi-Netzwerk wieder unterschiedliche Kurse für Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 13 im MINT-Bereich an. Neu sind unter anderem die mehrtägigen Kurse „Python ist keine Schlange – Auf Entdeckungstour mit dem Raspberry Pi“ in Kooperation mit der Coding Schule Düsseldorf und dem Kreismedienzentrum sowie „Coloristik von Verpackungen – Wunschfarben im Supermarkt“ in Zusammenarbeit mit der ACTEGA Rhenania GmbH. Das Angebotsportfolio beinhaltet außerdem Kurse im Klassenverbund zu verschiedenen MINT-Themen sowie Seminare für interessierte Lehrkräfte in den Bereichen Erneuerbare Energien, Umwelterziehung/Schulgartenarbeit und Software Innovationen. Anmeldung zu allen Kursen und Angeboten unter www.mint-machen.de.

Der Programmflyer des zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss für das 1. Schulhalbjahr liegt als Anlage bei.

 

Das zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss wird gefördert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit sowie durch das Wissenschaftsministerium und das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Es wird unter anderem unterstützt von den Unternehmen Bayer AG, Currenta GmbH & Co OHG, innogy SE, Kawasaki Robotics GmbH, Zülow AG und ZRN Rheinland GmbH.

 

 

Kein Abschluss ohne Anschluss - Berufsfelderkundungstage

Zum vierten Mal finden im Schuljahr 2017/18 innerhalb der Landesinitiative KAoA - Kein Abschluss ohne Anschluss die betrieblichen Berufsfelderkundungstage im Rhein-Kreis Neuss statt. Sie bieten Jugendlichen aller weiterführenden Schulen in NRW im 2. Halbjahr der 8. Jahrgänge die Möglichkeit durch drei Ein-Tages-Praktika unterschiedliche Einblicke in die Wirtschaft zu gewinnen. Auf deren Basis soll der Jugendliche mehr Orientierung gewinnen, sein im 9. und/oder 10. Schuljahr anstehendes 2 - 3-wöchiges Schülerbetriebspraktikum seinen Interessen und Neigungen entsprechend, gezielter auszuwählen. Die über das Portal www.fachkräfte-für-morgen.de überregional koordinierten und angebotenen Ein-Tages-Praktika finden in den beiden Zeiträumen 16.04. - 20.04.18 sowie 25.06. - 29.06.18 statt und können online gebucht werden. Dem Jugendlichen steht es dabei frei, auch individuell und privat vereinbarte Berufsfelderkundungstage zu absolvieren.

 

3) Gründungsförderung / Förderung von jungen Unternehmen

a) Austausch mit NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Am Montag, 10. Juli waren die Startercenter NRW sowie Gründer und Gründerinnen zu einem Austausch mit Herrn Minister Prof. Dr. Pinkwart in den DigiHub Düsseldorf eingeladen. Ziel des Gespräches war die Darstellung von Herausforderungen und Schwierigkeiten bei Gründungen in NRW. Minister Pinkwart stellte dabei sein Anliegen vor, die Gründungskultur in NRW zu stärken und Hemmnisse für Gründer und Gründerinnen schnell abzubauen. Ebenfalls wurde eine Online-Abfrage vorgestellt, über die das Ministerium Anregungen und Kritik zu der Thematik entgegennimmt.

Das Startercenter NRW des Rhein-Kreis Neuss hat an dem Austausch gemeinsam mit 3 GründerInnen teilgenommen.

 

b) Workshop „Aktives Selbstmanagement“

Am 12.07.2017 hat das Startercenter NRW im Rhein-Kreis Neuss in Kooperation mit Schnee Coaching, Frau Claudia Schnee, im TZG Business Center in Neuss den Workshop „Aktives Selbstmanagement“ durchgeführt. Aktives Selbstmanagement setzt voraus, dass man seine Ziele, Werte und Prioritäten kennt. In dem Workshop wurden diese Themen erarbeitet und die nächsten Schritte für die Umsetzung konkret geplant.

Der Workshop war mit 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgebucht.

 

c) Workshop „Startgeld vom Staat – Gründen mit öffentlichen Fördermitteln“

Am 20.07.2017 hat das Startercenter NRW im Rhein-Kreis Neuss in Kooperation mit dem Institut für Existenzgründungen und Unternehmensführung, Herrn Wilfried Tönnis, im TZG Business Center in Neuss den Workshop „Startgeld vom Staat – Gründen mit öffentlichen Fördermitteln“ durchgeführt. Für Existenzgründer und mittelständische Unternehmen existieren bundesweit über 600 verschiedene Förderprogramme von Zuschüssen über Förderkrediten und Bürgschaftsprogrammen bis hin zu steuerliche Hilfen. Im Workshop wurden die wichtigsten Fördermittel für die Zielgruppe vorgestellt.

Der Workshop war mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern überbucht.

 

d) Netzwerkabend für junge Unternehmen in Grevenbroich

Am 4. Netzwerkabend des Startercenters Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2017 nahmen am 21. August in den Räumlichkeiten der MC DATA Buchhaltung Grevenbroich 20 Existenzgründer und junge Unternehmen teil. Mit dieser Teilnehmerzahl waren die Raumkapazitäten des Gastunternehmens erreicht. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Fachvortrag „Was umfasst eine ordnungsgemäße Buchführung?“ von Herrn Torsten Jagielski, MCDATA Buchhaltung Grevenbroich. Herr Jagielski hat vor Gründung in den Haupterwerb die Dienstleistungen des Startercenters der Wirtschaftsförderung des Kreises in Anspruch genommen hat. 

 

4) Standortmarketing

Informationstour für Presse-Volontäre

Gemeinsam mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat die Wirtschaftsförderung 16 Pressevolontären anhand von Unternehmensbesichtigungen den Wirtschaftsstandort Rhein-Kreis Neuss in seinen unterschiedlichen Ausprägungen vorgestellt. Auf dem Programm standen dabei Rundfahrten durch den Braunkohletagebau Garzweiler und den Neuss Düsseldorfer Hafen, Besichtigungen der Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, des Europäischen Innovationszentrums bei der 3M Deutschland GmbH und der Skihalle Neuss sowie Einblicke in das Forschungszentrum für 3D-Druck von Metallen des Stahlkonzerns Voestalpine und den IKEA-Neubau in Kaarst.

 

5) Tourismusförderung

Info-Tour für Personal in Hotels und touristischen Betrieben durch den Rhein-Kreis Neuss

Der Rhein-Kreis Neuss und der DEHOGA Nordrhein bieten am 06.09.2017 eine Info-Tour für Personal in Hotels und touristischen Betrieben an. Zielgruppe dieser Schulung sind in erster Linie Rezeptionisten in Hotels und touristischen Einrichtungen.

In einer Einführungsveranstaltung werden die Teilnehmer in den Räumlichkeiten der DEHOGA in Neuss über den Rhein-Kreis Neuss und zehn ausgewählten touristischen Höhepunkten informiert.

In der sich anschließenden Bustour werden diese Stationen systematisch nach Ortslage abgefahren. Stationen der Tour sind:

Kreismuseum Zons + Altstadt, Kreiskulturzentrum Sinsteden, Bobbolandia in Grevenbroich, Skywalk am Braunkohletagebau in Jüchen, Museum Insel Hombroich, Schloss Dyck, Bolten Brauerei, Kaarster See, Forum Wasserturm in Meerbusch und die Skihalle Neuss.

Ziel der Info-Tour ist es, dem Personal die touristischen Highlights im Rhein-Kreis Neuss vorzustellen und so mehr Empfehlungen für Gäste zu erreichen.

 

6) CSR-Kompetenzzentrum

a) CSR-Programmflyer 2.Halbjahr 2017

Das regionale CSR-Kompetenzzentrum des Rhein-Kreis Neuss hat das Veranstaltungsprogramm für das 2. Halbjahr 2017 mit vielfältigen unterschiedlichen Formaten veröffentlicht.

Im zweiten Halbjahr 2017 finden u.a. eine mit der 3M Deutschland GmbH organisierte Regionalveranstaltung in Neuss, ein Netzwerkabend bei der Fa. Grohe in Oberkassel - welche mit dem Nachhaltigkeitspreis 2017 ausgezeichnet wurde – sowie einem Nikolausnetzwerkabend mit dem Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V. im Dezember 2017 statt. Zudem beteiligt sich das CSR-Kompetenzzentrum an der Abendveranstaltung des Rheinischen-Stifter-Forums bei der Rheinbahn AG.

Ziel der Veranstaltungen ist die Aufklärung und Sensibilisierung von Unternehmen anhand praxisgerechter Beispiele zu den jeweiligen CSR-Themenschwerpunkten.

Der Programmflyer des CSR-Kompetenzzentrums für das 2. Halbjahr 2017 liegt als Anlage bei.

 

b) CSR-Grundlagenbroschüre

Das bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss angegliederte CSR-Kompetenzzentrum hat unter dem Titel „Der erfolgreiche, verantwortungsbewusste Weg in die Zukunft“ einen neuen CSR- Leitfaden für kleine und mittelständische Unternehmen erstellt und zusammen mit dem CSR-Programmflyer für das 2.Halbjahr an über 1.200 Unternehmen versandt.

Die Broschüre klärt über die Ziele des CSR-Kompetenzzentrums mit seinen Regional- und Kooperationspartnern auf,  stellt die drei CSR-Pfeiler des ökologischen, sozialen und ökonomischen Handels dar, erläutert die Vorteile einer Unternehmerischen CSR-Strategie und erhält Informationen zu der Landesinitiative CSR in NRW. Des Weiteren wird mit einem Link auf die vielfältigen Veranstaltungsformate des CSR-Kompetenzzentrums hingewiesen und auf das Durchführen des individuellen CSR-Index mit Zertifikat.

Die Broschüre liegt als Anlage bei.

 

c) Unternehmerfrühstück des CSR-Kompetenzzentrums mit der SWD Dormagen in Stürzelberg

Auf der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) informierte das CSR-Kompetenzzentrum im Rahmen eines Unternehmerfrühstücks ca. 35 Gewerbetreibende aus Stürzelberg und Umgebung, auf dem Betriebsgelände der Firma Packroff GmbH. Projektleiterin Sylvia Becker erläuterte das Thema CSR im Rahmen der verantwortungsvollen Unternehmensführung und die damit verbundene Wettbewerbsfähigkeit sowie den CSR-Profilcheck und stellte die aktuellen Angebote aus dem Programmflyer für das 2.Halbjahr vor.

 

Das regionale CSR-Kompetenzzentrum Rhein-Kreis Neuss ist eines von 5 CSR-Kompetenzzentren in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wird unterstützt vom Land Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 ‚Investition in Wachstum und Beschäftigung‘. Zur Projektregion gehören der Rhein-Kreis Neuss, der Rhein-Erft Kreis, die Kreise Mettmann und Viersen sowie die Städte Düsseldorf und Krefeld unter Beteiligung der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein.

 

7) Innovationsförderung / Digitale Wirtschaft

Lab-Tour und Workshop an der RWTH Aachen

Der Arbeitskreis der Wirtschaftsförderer aus dem Rhein-Kreis Neuss besuchte am 13. Juli das Smart Automation Lab und die Demonstrationsfabrik an der RWTH Aachen, um sich über Innovationen im Bereich der Produktionstechnik und der Logistik zu informieren und die Industrie 4.0 live zu erleben.

Ein anschließender Workshop, geleitet durch Mitarbeiter des Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0, einem Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, gab einen Einblick, welche Hilfsmittel Wirtschaftsförderern zur Unterstützung von Unternehmen bei der Digitalisierung zur Verfügung stehen und welche Möglichkeiten es für die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum gibt.

 

8) Regionale Kooperation

Regio-Konferenz Düsseldorf – Kreis Mettmann - Rhein-Kreis Neuss

Auf Einladung der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann kamen rund 30 Vertreter/innen der kommunalen Wirtschaftsförderungen aus dem Kreis Mettmann, dem Rhein-Kreis Neuss sowie aus Düsseldorf am Creative Campus in Monheim am Rhein zu einem Austausch zusammen.

Die Regionalkonferenz, die jährlich im Rahmen der regionalen Arbeitsgemeinschaft Düsseldorf – Kreis Mettmann – Rhein-Kreis Neuss stattfindet, stand unter dem Thema „Transfer Wissenschaft – Wirtschaft“. Ein Tagesordnungspunkt war die Besichtigung des weltweit tätigen Pharmaunternehmen UCB in Monheim am Rhein als Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen und Erkenntnisse der Wissenschaft in der wirtschaftlichen Wirklichkeit.