Betreff
Wildwasserpark Dormagen
Vorlage
52/2445/XVI/2018
Art
Mitteilung

Beschlussvorschlag:

Der Sportausschuss begrüßt die Initiative und die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie eines Wildwasserparks in Dormagen.

Sachverhalt:

In Neuss existiert ein Landesleistungsstützpunkt für den Wildwasserkanusport. Auf der Erft findet u.a. das regelmäßige Stützpunkttraining von Landes- und Bundeskadersportlern unter hauptberuflicher Leitung statt. Mehr als die Hälfte aller NRW-Kadersportler trainieren wöchentlich mehrfach an diesem Standort. Insgesamt kommen jede Woche rund 600 Kanuten aus zahlreichen Vereinen, die an diesem Standort trainieren. Hinzu kommen zahlreiche Freizeitfahrer und kommerziell angebotene Raftingfahrten. Der Standort ist jedoch mittelfristig gefährdet, da ab 2030 die Sümpfungswassereinleitungen durch den Tagebau eingestellt werden.
Es gibt deshalb nun Überlegungen, nur wenige Kilometer von der bisherigen Strecke entfernt einen Wildwasserpark in Dormagen zu errichten. Auf einer solchen künstlichen Wildwasserstrecke könnten die Kadersportler künftig trainieren, aber auch die Ausrichtung (internationaler) Wettkämpfe wäre möglich. Des Weiteren soll es aber auch Angebote für den Breitensport sowie eine allgemeine touristische Vermarktung geben (Freizeitkanufahrer, Rafting, Bodyrafting, Wellensurfen, etc.). Dieses Projekt wurde durch den WSC (Wassersportclub) Bayer Dormagen vor wenigen Wochen dem Bundesverband DKV und dem Landeskanuverband NRW vorgestellt. Um die Erfolgsaussichten dieser Maßnahme beurteilen zu können, erfolgte nunmehr die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie durch den Kanuverband NRW an die fwi hamburg, einer Unternehmensberatung für Freizeitimmobilien. In ihr werden die Standortanforderungen benannt und ein Standortcheck durchgeführt. Es erfolgt eine Analyse des Nachfragepotenzials, eine Grobkonzeption sowie eine Auslastungsprognose. Dabei werden neben den ökonomischen auch die ökologischen Aspekte beleuchtet und bewertet. Dies wird durch die frühzeitige Ansprache von entsprechenden Umweltorganisationen gewährleistet. Die Anwohner werden ebenfalls in den Prozess mit eingebunden.

Die geplante Machbarkeitsstudie für den Wildwasserkanupark kostet 17.136 € (brutto). Der Kanuverband NRW hat nach diversen Vorgesprächen beim Land NRW, beim Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Dormagen je eine Drittelförderung der anfallenden Kosten beantragt (je 5.712 €) und bewilligt bekommen.