Beschlussempfehlung:

Der Schulausschuss empfiehlt dem Kreistag die Einrichtung eines Regionalen Bildungsnetzwerks.

Sachverhalt:

Die Einrichtung eines Regionalen Bildungsnetzwerkes wurde zuletzt in der Sitzung des Schulausschusses am 29.05.2018 beraten (Sitzungsvorlage-Nr. 40/2655/XVI/2018). Das 2017 erstellte Konzept für ein Regionales Bildungsnetzwerk war dieser Vorlage als Anlage beigefügt (Anlage 1).

 

In der Sitzung des Schulausschusses am 29.05.2018 beantwortete die Verwaltung eine Anfrage der Kreistagsfraktionen von CDU und FDP zum Thema „Regionales Bildungsnetzwerk“ in einer Tischvorlage (Anlage 2).

 

In der Sitzung bestand Konsens, dass vor der Beratung im Schulausschuss die Einstellung der neuen Landesregierung zu den Bildungsnetzwerken abgefragt werden sollte.

 

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Initiative zur Gründung Regionaler Bildungsnetzwerke hat sich Schulministerin Yvonne Gebauer in einem Beitrag für den EILDIENST des Landkreistages NRW von April 2018 eindeutig für die Unterstützung der Regionalen Bildungsnetzwerke durch die neue Landesregierung ausgesprochen (Anlage 3).

 

Ergänzend wird auf Folgendes hingewiesen:

 

Zu den Aufgaben der Koordinatorin bzw. des Koordinators für das Regionale Bildungswerk zählen:

  • die Bestandsanalyse der Bildungslandschaft im Rhein-Kreis Neuss (auch in Hinblick auf die Schulentwicklung)
  • die Vernetzung der bestehenden Projekte und Initiativen
  • die Entwicklung eines Konzeptes zur Optimierung der individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Das Netzwerk bietet die Chance, das Nebeneinander von bestehenden Projekten und Initiativen zu einem Miteinander weiterzuentwickeln und dabei Schwerpunkte bzw. Leitideen zu vereinbaren, z. B. in den Themenfeldern Optimierung der individuellen Förderung, Optimierung des Übergangs Schule-Beruf, Förderung der digitalen Kompetenz und gemeinsame Schulentwicklungsplanung. Wichtig ist, dass die Kooperation gemeindeübergreifend angelegt ist.

 

Dem Rhein-Kreis Neuss sind bisher keine beantragten Fördermittel verwehrt worden. Ob Fördermittel von der Einrichtung eines Regionalen Bildungsnetzwerkes abhängig gemacht werden, hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab.

 

Der von den Kreistagsfraktionen CDU und FDP gewünschte Bildungsnewsletter kann vom Bildungsbüro herausgegeben werden, wobei dieser sich von den bisherigen umfangreichen Angeboten unterscheiden sollte.

 

Die pädagogische Leitung des Bildungsbüros durch eine Landesmitarbeiterin/einen Landesmitarbeiter kann auch von zwei Personen im Umfang von jeweils einer halben Stelle besetzt werden, damit bei den Pädagogen die Nähe zur Schule erhalten bleibt.

 

Aufträge an das Bildungsbüro werden von der Bildungskonferenz erteilt, so dass die im Konzept genannten Schwerpunkte als Beispiele zu behandeln sind, deren Umsetzung die Schulverwaltungen des Kreises, der Stadt Neuss und der Stadt Dormagen als unterstützenswert erachten.