Betreff
Mitteilungen

Bericht zur Überprüfung der Installation von Photovoltaikanlagen
Vorlage
65/3356/XVI/2019
Aktenzeichen
65.0
Art
Tischvorlage

 

 

Sachverhalt:

 

Bericht der Projektgruppe „Photovoltaik“

 

Auf Antrag der Fraktionen von CDU und FDP vom 08.08.2018 hat der Kreisausschuss die Verwaltung am 29.08.2018 gebeten, die Installation von Solar- und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden zu prüfen. Sofern bei geeigneten Gebäuden eine Installation unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll und effizient ist, soll die Umsetzung erfolgen.

 

Die vom Dezernenten VI gebildete Projektgruppe „Photovoltaik“, unter der Leitung des Amtes für Gebäudewirtschaft, hat zwischenzeitlich alle Dächer der kreiseigenen Gebäude individuell auf verschiedene Parameter (z. B. Sonneneinstrahlung und Verschattung) untersucht. Ein erster Sachstand wurde durch die Projektgruppe in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 21. Februar 2019 mitgeteilt.

 

Gebäude und Dächer

 

Bei einer ersten technischen Überprüfung wurden die Dächer näher betrachtet, die vor kurzem saniert wurden und diejenigen, die in den kommenden Haushaltsjahren erneuert werden sollen. Die geeigneten Dachflächen wurden entsprechend beurteilt, das Ergebnis ist im Bericht vom 24.06.2019 zusammengestellt.

 

Es hat sich herausgestellt, dass zunächst fünf Dächer für die Installation einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) in Frage kommen. Für diese fünf Dächer wurden erste Wirtschaftlichkeitsberechnungen für unterschiedliche Anlagenmodelle ausgearbeitet.

 

Wirtschaftlichkeit

 

Es wurden die Alternativen Kauf einer PV-Anlage, Pacht einer PV-Anlage und die Vermietung der Dachfläche betrachtet.

 

Die unterschiedlichen Betreibermodelle für PV-Anlagen wurden für die in Frage kommenden Dachflächen zusammengefasst und sind im Bericht vom 24.06.2019 dargestellt.

 

Es zeigt sich, dass die Anschaffung und Nutzung einer PV-Anlage auf kreiseigenen Gebäuden auch ohne Fördergelder wirtschaftlich ist.

 

Zwar ist die Einspeisevergütung drastisch gesunken, jedoch betragen die Kosten für die Anschaffung einer PV-Anlage nur noch ein Drittel gegenüber den ersten Berechnungen aus dem Jahr 2009. Im Rahmen klimapolitischer Zielsetzungen könnten durch selbst erzeugten klimafreundlichen Strom CO²-Emissionen eingespart werden.

 

Im vorliegenden Bericht wurden alle Gebäude des Kreises inkl. der Rhein-Kreis Neuss Kliniken einer Überprüfung unterzogen und konkrete Empfehlungen ausgesprochen.

Derzeit bieten sich fünf Gebäude für die Errichtung von Photovoltaikanlagen an:

Gebäude

Jahresstrom-verbrauch

kWh

Leistung

PV-Anlage

kWp

Eigenverbrauch

 

kWh/a

Einsparung

 

kgCO²/a

Kostenschätzung (Kauf)

Euro

Michael-Ende Schule

70.500

28

27.000

13.000

60.000

Gesundheitsamt Grevenbroich

290.000

40

37.000

18.000

83.000

Berufsbildungs-zentrum Neuss Hammfelddamm

851.000

130

104.800

63.000

292.000

Berufsbildungs-zentrum Grevenbroich

457.000

90

70.000

42.000

195.000

Berufsbildungs-zentrum Dormagen

234.000

75

57.000

34.000

160.000

(Stand: April 2019)

 

Die hier aufgestellten Kostenschätzungen beim Kauf einer Photovoltaikanlage enthalten jeweils einen Anteil von 15 % für die Ingenieurleistungen und einen Anteil von 15 % für Anschlussarbeiten.

 

Weitere Vorgehensweise

 

Die Verwaltung plant die Maßnahmen wie folgt umzusetzen:

Ende 2019 beabsichtigt die Verwaltung zunächst die Planungsleistungen für die Nutzung von PV-Anlagen auf den Dächern des Erweiterungsbaus der Michael-Ende Schule und des Gesundheitsamtes in Grevenbroich in Auftrag zu geben. Bei positivem Verlauf könnten die Planungen in 2020 umgesetzt werden. Für die Michael-Ende Schule liegt dafür derzeit eine Kostenschätzung in Höhe von 60.000 Euro und für das Gesundheitsamt Grevenbroich eine Kostenschätzung in Höhe von 83.000 Euro vor.

Die Mittel für diese PV-Anlagen werden, soweit möglich, aus den laufenden Haushaltsmitteln gedeckt.

Eine weitere Planung von PV-Anlagen auf dem Dach des Berufsbildungszentrums Neuss Hammfelddamm ist in 2021 und auf dem Dach des Berufsbildungszentrum Grevenbroich in 2021/2022 vorgesehen. Die Planung und Errichtung einer PV-Anlage auf dem Dach des BBZ Dormagen ist erst nach Sanierung der Fassade und des Daches möglich, die voraussichtlich nach 2022 erfolgt. 

Für alle weiteren Gebäude aus der Voruntersuchung werden entsprechend in den kommenden Haushaltsjahren Mittel im Haushalt eingestellt.

Anlage:

Bericht zur Überprüfung der Installation von Photovoltaikanlagen vom 24.06.2019