Vorlage
53/1551/XVI/2016
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

 

Der Sozial- und Gesundheitsausschuss nimmt das Vorhaben zustimmend zur Kenntnis.

 

Sachverhalt:

 

Unter der Leitung von Dr. Michael Dörr als euregionalem Koordinator ist im Juli 2016 das Projekt „EurHealth-1Health“ gestartet. Weitere Projektpartner sind insgesamt 10 deutsche und niederländische Gesundheitseinrichtungen und Organisationen und der Leadpartner, die Universität Groningen unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Alex Friedrich. Somit setzt das Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss auf ein gemeinsames Vorgehen gegen multiresistente Keime in der Euregio Rhein-Maas Nord. Besonders durch mangelnde Hygiene und unsachgemäßen Antibiotikaeinsatz kommt es zu einer Zunahme der Resistenzbildung von Bakterien gegen verschiedene Antibiotika. Das Resultat sind schwer zu behandelnde Infektionen, erhöhte Gesundheitskosten und oft erhebliches Leid. Da viele der Infektionen vermeidbar sind, soll die Zusammenarbeit aller beteiligten Projektpartner in der gesamten Entstehungskette der Antibiotikaresistenz ansetzen. Durch grenzübergreifenden Informationsaustausch, einheitliche Standards, Fortbildungsseminare und eine Reihe anderer Aktivitäten soll das Bewusstsein für eine strikte Einhaltung der Hygieneregeln und der verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika geweckt werden. Dazu wurden acht inhaltliche Arbeitspakete entwickelt, die eine euregionale und sektorenübergreifende 1Health Zusammenarbeit fördern sollen. Geplant sind unter anderem Informationsveranstaltungen mit Einsatz eines Info-Mobils und die inhaltliche Erweiterung der Smartphone Applikation MRSApp. Ein besonderes Augenmerk soll im Projekt EurHealth-1Health insbesondere auch auf der Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin liegen. Da viele tierische Infektionskrankheiten für Menschen ansteckend sind und resistente Erreger oftmals zwischen Mensch und Tier ausgetauscht werden, hängt die Gesundheit von Menschen und Tieren unmittelbar zusammen. Das Projekt wird hauptsächlich aus Mitteln des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland finanziert und läuft über drei Jahre.