Betreff
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung (Stand: Februar 2020)
Vorlage
ZS5/3752/XVI/2020
Art
Bericht

Beschlussvorschlag:

Der Kreisausschuss nimmt den Bericht zur Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung (Stand: Februar 2020) zur Kenntnis.

 

 

Sachverhalt:

1.    Arbeitsmarkt

 

Im Januar wirkt sich üblicherweise aus, dass zum Jahresende viele Arbeitsverträge auslaufen und dass saisonal bedingt - besonders im witterungsabhängigen Baugewerbesektor in den Wintermonaten - die Beschäftigung - zumeist vorübergehend – zurückgeht.

Die Arbeitslosenquote im Rhein-Kreis Neuss liegt im Januar 2020 bei 5,2 Prozent und damit 0,1 % höher als der Wert im Vorjahresmonat. Der Anstieg der Arbeitslosenquote im Land Nordrhein-Westfalen im gleichen Vergleichszeitraum korrespondiert mit einem Anstieg von ebenfalls + 0,1 %.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2019 fällt der Anstieg der Arbeitslosenquote im Rhein-Kreis Neuss (+0,3 %) insgesamt niedriger aus wie im Land NRW und im Bund (jeweils +0,4 %).

Damit liegt die Arbeitslosenquote im Rhein-Kreis Neuss im Januar 2020 weiterhin deutlich unter dem Wert für NRW und erstmals auch wieder unter dem Wert für den Bund. 

Der Arbeitsmarkt im Rhein-Kreis Neuss im Detail

 

Rhein-Kreis Neuss

Bund

NRW

Arbeitslose

Januar 2020

12.598

2.425.523

659.619

Veränderung gegenüber Januar 2019

342

19.937

11.458

2,79%

0,83%

1,77%

Veränderung gegenüber Dezember 2019

775

198.364

35.260

6,6%

8,91%

5,65%

Arbeitslosenquote

Jan 2020

5,20%

5,30%

6,80%

Jan 2019

5,10%

5,30%

6,70%

Dez 2019

4,90%

4,90%

6,40%

Arbeitslose im Rechtskreis SGB II

Januar 2020

7.644

1.440.956

445.995

Veränderung gegenüber Januar 2019

172

-45.373

-4.482

2,30%

-3,05%

-0,99%

Veränderung gegenüber Dezember 2019

276

52.164

12.922

3,75%

3,76%

2,98%

Bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Arbeitsstellen

Januar 2020

2.588

668.063

140.051

Veränderung gegenüber Januar 2019

-389

-89.651

-21.208

-13,07%

-11,83%

-13,15%

Veränderung gegenüber Dezember 2019

-37

-18.488

-4.353

-1,41%

-2,69%

-3,01%

 

Arbeitslosenquoten aus der Region
(Stand: Dezember 2019)

Rhein-Kreis Neuss

5,2%

Duisburg

10,9%

Düsseldorf

6,9%

Essen

10,2%

Köln

8,0%

Krefeld

10,2%

Kreis Düren

6,3%

Kreis Heinsberg

5,1%

Kreis Kleve

5,0%

Kreis Mettmann

6,0%

Kreis Viersen

5,2%

Kreis Wesel

6,1%

Mönchengladbach

9,0%

Rhein-Erft-Kreis

6,1%

 

Städteregion Aachen

7,0%

 

NRW

6,8%

Bund

5,3%

 

Für weitere Details wird auf den beiliegenden Arbeitsmarktreport verwiesen.

 

 

2.    Konjunktur 

 

Das ifo-Geschäftsklima für Dezember 2019 zeigt eine Erholung der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens, mit einer Verbesserung auf einen ifo-Geschäftsklimaindex von 10,6 (+1,5 Punkte vs. November). Die Erwartungen verbesserten sich insgesamt (1,2 (+ 2,2 Punkte vs. November)), die deutsche Wirtschaft geht zuversichtlicher ins neue Jahr (20,5 (+0,8 Punkte vs. November)). Im verarbeitenden Gewerbe sind die Firmen optimistischer, auch wenn die aktuelle Geschäftslage etwas schlechter eingeschätzt wird. Im Handel und Baugewerbe hat sich das Geschäftsklima etwas verschlechtert, wohingegen der Dienstleistungssektor auf den höchsten Wert seit einem halben Jahr gestiegen ist.

Der vorsichtige Optimismus stärkt die Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung in 2020. Denn auch die Geschäftserwartungen sind leicht gestiegen.

 

 

Für weitere Details wird auf den beiliegenden Konjunkturbericht verwiesen.

 

 

3.    Digitale Wirtschaft / Innovation


Kreis startet Innovationsförderprogramm für Kleine und Mittlere Unternehmen

 

In der Sitzung des Kreisausschuss am 19.06.2019 wurde berichtet, dass die  Wirtschaftsförderung des Kreises mit Unterstützung der ZENIT GmbH, der Innovationsagentur des Landes Nordrhein-Westfalen, ein eigenes Innovationsförderprogramm (INNO-RKN) entwickelt, um Unternehmen bei ihrer Innovationstätigkeit zu unterstützen und damit in Zeiten der stetigen Transformationsprozesse bedingt durch den digitalen Wandel und den Strukturwandel wettbewerbsfähig zu machen. Der Zusammenarbeit mit ZENIT GmbH ging ein förmliches mehrstufiges Vergabeverfahren voraus.

 

Antragsberechtigt für das Innovationsförderprogramm des Rhein-Kreises Neuss (INNO-RKN) sind ab sofort Kleine und Mittlere Unternehmen mit Sitz im Rhein-Kreis Neuss. Die Programminhalte wurden im Rahmen einer Pressekonferenz am 29.01. vorgestellt.

Informationen zum Förderprogramm sind dem beiliegenden Flyer und auf der Internetseite www.innovationskreis.de zu entnehmen.

 

Der Rhein-Kreis Neuss hat sich die Internetrechte an der vorstehenden Domain gesichert. Ziel ist es den Rhein-Kreis Neuss als Innnovations- und Gründerkreis national im Wettbewerb um Unternehmen und Fachkräfte zu positionieren. Über das Förderprogramm INNO-RKN hinaus arbeitet die Wirtschaftsförderung bereits an zusätzlichen Maßnahmen, um die Innovationstätigkeit der hiesigen Wirtschaft weiter zu stärken.    

 

Der Rhein-Kreis Neuss stellt im Jahr 2020 insgesamt 300.000 € für die Durchführung des

Förderprogrammes zur Verfügung. Die Finanzmittel stehen der Wirtschaftsförderung im Sachkonto 52911000 zur Verfügung und wurden als Bestandteil der Haushaltssatzung für die Haushaltsjahre 2019 / 2020 in der Kreistagssitzung vom 27.03.2019 beschlossen.

 

Rhein-Kreis Neuss: Innovationskreis

 

Der Rhein-Kreis Neuss soll für die Wirtschaft insgesamt, für die Unternehmen, für Fachkräfte aber auch für die heimische Bevölkerung als Wirtschaftsstandort mit einer starken Innovationsausrichtung wahrgenommen werden. Unterhalb des neuen Vermarktungskern für den Rhein-Kreis Neuss als Innovationskreis wird die Wirtschaftsförderung in 4 Säulen Maßnahmen entwickeln und umsetzen, welche die Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss bei der Innovationsentwicklung und bei der digitalen Transformationen unterstützen werden.

 

         

 

 

Innovationskreis: Mittelstand

Ziel ist es die Innovationstätigkeit und die digitale Transformation in den kleinen und mittleren Unternehmen mit Sitz im Rhein-Kreis Neuss zu forcieren. Mit dem Innovationsförderprogramm INNO-RKN verfügt die Kreiswirtschaftsförderung ab sofort ein im Land Nordrhein-Westfalen bislang einzigartiges Instrument und kann gezielt für Innovationsprojekte in KMU regionale Fördermittel einsetzen.

 

  

Innovationskreis: Start-Up

Ziel ist es die innovativen Gründungen im Rhein-Kreis Neuss zu steigern und im Rhein-Kreis Neuss eine eigenständige, lebendige und kreative Gründerszene zu etablieren. Die Wirtschaftsförderung bereitet derzeit ein Förderinstrument als Accelerator Programm für innovative Start-Ups, die sich im Rhein-Kreis Neuss niederlassen, vor. Wie auf Basis von INNO-RKN für den Mittelstand sollen gezielt Sach– und Finanzleistungen an Start-Ups als Förderung bewilligt werden (ähnlich dem Ignition Programm beim digihub Düsseldorf/Rheinland).

 

Innovationskreis: Places

Ziel ist es, dass im Rhein-Kreis Neuss neue Innovationsorte entstehen, wo sich Unternehmen - insbesondere KMU - und Start-Ups vernetzen und zusammenarbeiten können.
Dies in der Intention, einerseits die Innovationstätigkeit und die digitale Transformation der ansässigen Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss zu forcieren und andererseits einen Raum für die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen, daraus folgend die Gründung neuer Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss, abzuleiten.

Mit dem ChemLab hat die Kreiswirtschaftsförderung zusammen mit den Partnern Stadt Dormagen und dem Chempark Betreiber Currenta in Dormagen bereits einen solchen Innovationsort geschaffen, wo sich die für den Rhein-Kreis Neuss und für die Stadt Dormagen bedeutenden Unternehmen der Chemiewirtschaft und Unternehmen in der chemienahen Wertschöpfungskette mit Start-Ups vernetzen und mit diesen Kooperationsprojekte anstoßen können.

Gemeinsam mit der Stadt Neuss und der Sparkasse Neuss arbeitet die Wirtschaftsförderung derzeit an einem Projekt, das das Ziel verfolgt, ein Konzept zu entwickeln für einen in den gesamten Raum des Rhein-Kreises Neuss ausstrahlenden Innovations-Hub, respektive Co-Working Space. Untersuchungsort ist das Objekt des Pressehauses Neuss Moselstraße.

Hierüber wurde im Kreisausschuss im März 2019 bereits berichtet. 

             

Innovationskreis: Network

Ziel ist es, im Rhein-Kreis Neuss einen Netzwerkverbund von Innovatoren - das können gleichermaßen Unternehmen, Start-Ups, Hochschulen, Institutionen und weitere Kompetenzträger in Sachen Innovation sein - zu initiieren, mit dem die Wirtschaftsförderung in einer stetigen Interaktion stehen soll. Aus dem Netzwerk selbst und aus einer Netzwerkplattform heraus sollen zu Innovations- und Digitalisierungsthemen gemeinsame Veranstaltungen mit der Kreiswirtschaftsförderung ausgeführt werden und es sollen Best-Practise Innovationsbeispiele aus dem Innovationskreis gezeigt werden.            

 

      

4.    Tourismusförderung

 

Kultur- und Freizeitführer 2020 erschienen

Auch für das Jahr 2020 hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss mbH in Zusammenarbeit mit der RP Media GmbH eine Neuauflage des Kultur- und Freizeitführers herausgegeben. Mit dem Kultur- und Freizeitführer als zentrale Veröffentlichung im Tourismusbereich wird gezielt auf den diesjährigen touristischen Messen und Veranstaltungen geworben. Der Kultur- und Freizeitführer erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren und wird in den Kreishäusern in Grevenbroich und Neuss sowie in vielen Hotels und touristischen Einrichtungen ausgelegt. Zudem wird die Broschüre bei Anfragen nach touristischem Infomaterial verschickt und ist im Internet als Download erhältlich.

 

Der Kultur- und Freizeitführer 2020 liegt zur Sitzung als Tischvorlage aus.

 

Tourismusmessen

 

Um vorwiegend neue Tages- und Übernachtungsgäste auf die attraktiven kulturellen und touristischen Angebote im Rhein-Kreis Neuss aufmerksam zu machen, beteiligt sich die Wirtschaftsförderung auch in diesem Jahr wieder an verschiedenen Tourismusmessen.

Den Auftakt dazu bietet die Teilnahme an der 15. Touristikmesse Niederrhein, die findet am 01. und 02. Februar 2020 in Kalkar statt. Die Messe für Tourismus & Freizeit ist mit rund 15.000 Besuchern eine Endkundenmesse, die sich vorwiegend an Tages- und Wochengäste aus dem Bereich des nördlichen Niederrheins, des Ruhrgebietes und den Niederlanden richtet.

 

Die Kreiswirtschaftsförderung kooperiert im Verbund mit dem Verkehrsverein der Stadt Neuss, der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen mbH, der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH und der Stadt Meerbusch.

 

Auf der größten nordrhein-westfälischen Tourismusmesse Reise + Camping in Essen (http://www.die-urlaubswelt.de) vom 26. Februar bis 01. März 2020 ist der Rhein-Kreis Neuss nach den erfolgreichen Beteiligungen der vergangenen Jahre das zwölfte Mal vertreten. Dort werden etwa 95.000 Endkunden und Fachbesucher aus der gesamten Tourismusbranche erwartet. Über parallel laufende Messen zu den Themen Radfahren, Golf und Camping werden hier besonders für den Rhein-Kreis Neuss interessante Zielgruppen angesprochen.

 

Die Kreiswirtschaftsförderung kooperiert bei der Messe im Verbund mit dem Verkehrsverein der Stadt Neuss, der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen mbH, der Stiftung Schloss Dyck und der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach mbH.

 

Auf der weltweit größten Tourismusmesse, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (http://www.itb-berlin.de) vom 04. – 08. März 2020 ist der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit der allrounder mountain resort gmbh an einem Counter des Gemeinschaftsstandes der Region Düsseldorf/Köln/Bonn vertreten. Die Internationale Tourismusbörse richtet sich vor allem an das Fachpublikum, daher stehen hier Gespräche mit Akteuren aus der Tourismusbranche im Fokus. Von den rund 160.000 Besuchern im Jahr 2019 waren 113.500 Besucher dem Fachpublikum zuzurechnen.

 

Strukturwandelprojekt Unternehmen Revier
„Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier“

 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes haben sich erstmals Partner aus dem gesamten Rheinischen Revier in einem Tourismusnetzwerk zusammengeschlossen, um sich in den nächsten Jahren an der Gestaltung der Nachfolgenutzung der Tagebau- und weiterer Betriebsgelände richtungsweisend mit einbringen zu können. Dazu gehören neben dem Rhein-Kreis Neuss auch der Rhein-Erft-Tourismus e.V. als Projekt-Koordinator, die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg, die Städteregion Aachen, die Stadt Mönchengladbach, die Grünmetropole e.V., die Entwicklungsgesellschaft indeland, der Zweckverband LandFolge Garzweiler sowie die Tagebauumfeldinitiative Hambach. Das Projekt zur Förderung von Maßnahmen zur Strukturanpassung in Braunkohlebergbauregionen im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Unternehmen Revier“ hat eine Laufzeit bis 2022 und wird insgesamt mit 170.000 € gefördert.

 

Die Partner werden innerhalb des Projektes von einer externen Agentur begleitet. Mit Lenkungskreistreffen, Exkursionen und Workshops soll eine touristische Gesamtstrategie für das Rheinische Revier erarbeitet werden, die die Gemeinsamkeiten der Teilregionen darstellt und das Tourismuspotential des gesamten Reviers stärkt.

 

Der Rhein-Kreis Neuss ist mit Robert Abts, Leiter der Wirtschaftsförderung und Tourismuskoordinator Michael Ruß in dem Lenkungskreis des Netzwerkes vertreten.

 

 

5.    Fachkräftesicherung / Wirtschaft & Schule

 

Zdi Netzwerk Rhein-Kreis Neuss

 

Kursmaßnahmen die im Januar 2020 im zdi-Kursprogramm stattfanden:

 

Kurstitel

 MINT - Bereich

Datum

Zielgruppe Klasse
TN-Anzahl Schüler/-in

Veranstaltungs-Ort

BSO - Berufsbilder

(Berufs- und Studienorientierend)

Ich hab’s – Mathematik sehen und verstehen

Mathematik

11.01. und 18.01.2020

*

ab Klasse 8

TN-Anzahl 16

Medienzentrum Neuss-Holzheim

Studium der Mathematik,

Studium der Ingenieurwissenschaften, technische Ausbildung

Experimentieren

in der Molekularbiologie

Naturwissenschaften

11. und 12.01.2020

*

Klasse 11 oder 12 Q1/Q2

TN-Anzahl 8

Molekular-biologielabor im RTZ Köln

Biologielaborant/-in, Biologe/in, Biologisch-technische/r Angestellte/r

Werde Medienprofi – Kamera! Ton! Licht! Action!

Informatik plus Handwerk: Elektroniker/-in

27.bis 30.1.2020

Klasse 9

TN-Anzahl 15

Käthe-Kollwitz Gesamtschule Grevenbroich

Tonmeister/-in, Toningenieur/-in, Medientechniker/-in, Elektroniker/-in

 

*   Mehrtägig
** Ferienworkshop

 

Dormagener Schule gewinnt Lokalentscheid des Roboterwettbewerbs 2019/20

 

Insgesamt 14 Schülermannschaften trafen sich am 25.01.2020 im Berufskolleg für Technik und Informatik zur Lokalausscheidung des zdi-Roboterwettbewerbs 2019/20. Für einen der fünf Regionalentscheide im Frühjahr 2020 qualifizierten sich die beiden Erstplatzierten, das Team „BvA Robots“ vom Bettina-von-Arnim Gymnasium in Dormagen und die Mannschaft „Positronic Brainiacs“ von der Königin-Luise-Schule in Köln. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke beglückwünschte die Sieger.

 

Neben den Erstplatzierten aus Dormagen und Köln beteiligten sich Teams folgender Schulen aus dem Rhein-Kreis Neuss am Wettbewerb: Erzbischöfliches Gymnasium Marienberg in Neuss, Gesamtschule und Gymnasium Norf, Gesamtschule an der Erft, Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst, Norbert-Gymnasium in Knechtsteden, Pascal-Gymnasium, Erasmus-Gymnasium und Dietrich-Uhlhorn-Realschule in Grevenbroich. Außerdem mit von der Partie waren Schülerinnen und Schüler aus Düsseldorf und Schwalmtal.

 

Die Teams bewältigten einen Aufgabenparcours rund um das Thema „galaktisch gut“ in drei Wertungsdurchläufen. Hierbei standen die Themen „Raumfahrt“ und „Weltall“ im Mittelpunkt. Die selbstprogrammierten Roboter sollten Aufgaben lösen wie „Satelliten installieren & korrigieren“, „Meteoroiden einfangen“ und „Reparatur der Raumstation“ sowie weitere spannende Herausforderungen meistern.

 

Die Regionalausscheidung findet statt am 14.03.2020 in Neuss.

 

Mehr Infos unter www.mint-machen.de

 

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss mbH ist Trägerin des zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss, das gefördert wird durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, durch das Wissenschaftsministerium und das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch den Rhein-Kreis Neuss. Unter anderem unterstützen die Unternehmen Currenta GmbH & Co OHG, innogy SE, Kawasaki Robotics GmbH und Zülow AG das zdi-Netzwerk.

 

KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss

Arbeitskreis zum KAoA-Pflichtelement „Schulische Beratung“

 

Die Schulische Beratung ist das KAoA-Kernelement innerhalb der beruflichen Orientierung. Jeder Jugendliche durchläuft innerhalb seiner schulischen Laufbahn eine Vielzahl an verpflichtend umzusetzenden, theoretischen und praktischen  Berufsorientierungselementen, die nur in ihrer Gesamtheit dem Jugendlichen die Orientierung vermitteln können, die er oder sie für eine fundierte und reflektierte berufliche Entscheidung benötigt.
In Zusammenhang und logische Konsequenz gelangen jedoch nur diese Aktivitäten, wenn sie sinnhaft miteinander verknüpft werden und dem Jugendlichen als diese vor Augen geführt werden. So ist es Aufgabe der Schulen durch die Schulische Beratung diese Fäden zusammenzuführen und den Jugendlichen permanente Reflektion der gemachten Erfahrungen zu ermöglichen. Hilfestellungen für nächste Orientierungsschritte und/oder weitere Informationsgewinnung gehören genauso dazu, wie die Herstellung unterstützender Netzwerke und Kontakte zu interessanten Betrieben und/oder Hochschulen.
Um hier auch die Schulen in ihrer Arbeit der Schulischen Beratung zu unterstützen, lud die Kommunale Koordinierungsstelle zu einem Austausch und Arbeitskreis alle weiterführenden Schulen ein. Fragestellungen der Organisation mit 150 Jugendlichen einmal pro Schulhalbjahr ins Gespräch zu kommen oder gezielt unterstützende Fragekataloge je nach Fortschritt der beruflichen Orientierung zu formulieren, waren genauso Thema, wie kann es mir gelingen externe Partner und Kollegen mit in diesen Prozess der Reflektion einzubinden.

 

100% Zukunft – ein Pilotprojekt der Kommunalen Koordinierung des Rhein-Kreises Neuss mit den Kammern, der Arbeitsagentur und einer Gesamtschule aus Dormagen 

 

„100% Zukunft“, ein Pilotprojekt, das Jugendliche auf dem Weg zur Ausbildung beziehungsweise am Übergang von Schule und Beruf unterstützen soll, geht nun in die konkrete Umsetzungsphase.
32 förderbedürftige Jugendliche der Mittel- und Oberstufe erhalten das Angebot einer individuellen Begleitung durch regelmäßige, persönliche Beratungen, um den Weg in die Selbständigkeit zu finden. Es soll sichergestellt werden, dass sie alle ein Angebot für einen Einstieg ins Berufs- und Arbeitsleben erhalten. Dabei werden vorrangig Jugendliche aus der sogenannten Internationalen Klasse sowie einer Klasse mit Jahrespraktikum in den Blick genommen. Neben den regulären Angeboten und Standardelementen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist als Grundlage eine kontinuierliche schulische und berufliche Beratung durch die Partner  sowie Einzelsprechstunden und Orientierungsveranstaltungen der Berufsberatung vorgesehen. Auch die Eltern werden dabei miteinbezogen und zur Unterstützung ihrer Kinder motiviert.

Im Februar werden die Ausbildungsbotschafter der IHK begrüßt, um mehr Einblicke in das Leben eines Azubis zu vermitteln. Anschließend sammeln die Jugendliche erste Erfahrungswerte im Bewerben durch ein „Azubi-Speeddating“ mit bekannten Betrieben. Im März wird die pass-genaue Beratung verstärkt und wenn möglich, die ersten praktischen Erfahrungen in Praktika gesammelt. Willkommenslotsen informieren insbesondere die geflüchteten Jugendlichen und geben Tipps für weitere Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote. Weitere Praktikumstage, gezielte Exkursionen und ein Schulwettbewerb schließen den Kreis und sollen zur weiteren Motivation beitragen. Am 28. April erfolgt dann die Vorstellung des Pilotprojekts im Rahmen einer hauseigenen Jobmesse, die ihr 30-jähriges Bestehen feiert.

100% Zukunft wird von den Partnern gemeinsam mit der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule mit seinen Fördermaßnahmen zur Unterstützung schwacher Jugendlicher begleitet und zunehmend mit den gesammelten Erfahrungswerten konkretisiert. So verabredeten die Partner weitere konkrete, aufeinander abgestimmte Projekte, um mit den Jugendlichen individuell arbeiten zu können. Das nächste Koordinierungstreffen ist für Anfang April 2020 angesetzt, um weitere Anpassungen und Abstimmungsprozesse koordinieren zu können.